Ein Blümlein ist anders
  Erotikgedichte
 
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Tagtraum

Fortgetragen von klangvollen Wogen,
treibe ich im Atlantik der Sehnsucht.
Von Rufen der Lust fern angezogen,
tauche ich unter in des Liebens Bucht.

Stille! Rauschen zu zart Melodien,
gespiegelt das Wasser auf nacktem Stein.
Tropfen der Lust meiner Phantasien,
Du im Schatten des Glanzes so rein.

Siehst mich an und forderst ein, was Du willst:
Streiche dir sanft über deine Lenden,
während du leise die Sehnsucht mir stillst,
liebliche Blüten der Lust Düfte spenden.

Und im Takt der nun unruhigen Wellen,
liebst du mich in den Tagtraum hinein,
bis Leidenschaften ineinander zerschellen,
stöhn ich leis’ auf: kurz warst du ganz mein.

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Das Spiel der Lust

Knisternde Spannung im Raum
man hört den Atem kaum

Lüsterne Blicke unter gesenkten Lidern
Den heißen Kuß des anderen erwiedern

Die Leidenschaft am tosen
Zwei Körper... die sich liebkosen

Unsäglich brennt das Feuer im innern
kann sich an nichts erinnern

Man lebt nur für das hier und jetzt
von der Erfüllung der Begierde gehetzt

Der Körper, er zittert und er bebt
Der Blick verschleiert, wie gewebt

Zitternde Hand auf feuchter Haut
Ein Keuchen, ein einziger Laut

Das heftige Rauschen in den Ohren
Süßer Schweiß tritt aus allen Poren

Die Leiber in Ekstase verschlungen
halten sich... fest umschlungen

Der Rhythmus auf einander abgestimmt
man den höchsten Gipfel erklimmt

Der freie Fall in die unendliche Weite
Die sanfte Landung auf der weichen Seite

 

 

Waidwund


Du folgst mir schon seit Tagen, Jäger.
Ich seh, wie sich das Laub bewegt
und wie mein seidenweiches Fell
im Glanz der Sonne dich erregt.

Du liegst seit Stunden auf der Lauer,
dein Lauf hat mich längst im Visier.
Was zögerst du, mich zu erlegen ~
ich habe keine Angst vor dir.

Ich habe zwischen dichten Zweigen
ein leises Lächeln noch erkannt.
Dein Stutzen ist des Tötens müde
und auch das Pulver längst verbrannt.

Dein Atem flieht in meinen Nacken,
wie zärtlich deine Hände sind.
Sag, hörst du auch der Treiber Stimmen ~
versteck dich im Gestrüpp, geschwind.

O Waidmann, uns're Herzen rasen,
halt inne, einen Augenblick,
schwör mir noch einmal deine Liebe
und kehre wundgeküsst zurück.

Lass uns noch einmal Sehnsucht atmen,
tief wie des Waldes herber Duft.
Du rufst nach deinen Kameraden ~
und schießt betroffen in die Luft.

 

 

 





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von EvA, 25.05.2011 um 08:11 (UTC):
Du solltest die Autoren fragen, bevor du ein Gedicht veröffentlichst. Ich glaube, keiner hätte was dagegen, wenn du den richtigen Namen darunterschreibst. Ich habe "Waidwund" geschrieben, dir aber nie die Erlaubnis erteilt, es auf deiner HP zu veröffentlichen.



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